Vorstand der Hospizbewegung unterschreibt die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“

Anlässlich der Mitgliederversammlung am 18. Juni 2018 informierte die Vorsitzende Brigitte Tauscher-Bährle, nach dem Bericht über alle Aktivitäten im vergangen Jahr, über die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“, die deutschlandweit die Versorgung Schwerstkranker und Sterbender sicherstellen will.  Jeder Kranke soll rechtzeitige Informationen über seine bestmögliche Versorgung erhalten können.  Neben Anstrengungen zur Schaffung von Lehrstühlen, stärkere Einbindung des Themas in der pflegerischen Ausbildung, Aufgaben für den Gesetzgeber und die Krankenkassen geht es auch darum, ein regionales Netzwerk zu bilden. Krankenkassen, Hausärzte, Pflegedienste und Hospizgruppen stehen dabei in besonderer Verantwortung. Experten kommen zu dem Schluss, dass gute Palliativversorgung der Initiative und Unterstützung auf der höchsten politischen Ebene bedürfe. Europaweit gibt es in 22 Ländern entsprechende nationale Konsenspapiere. Ziel ist es, die „Charta“ als eines der Menschenrechte zu postulieren.

Die anwesenden Mitglieder ließen es sich nicht nehmen, die Charta ebenfalls zu unterschreiben.

Rekordspende beim Ursula-Steib-Gedächtnistag

Auch dank „Biggest-Looser“-Teilnehmer Benjamin Manns freut sich die Häfler Hospizbewegung über 1400 Euro

„Wir danken der Initiative von Britta Steib-Kreft, den zahlreichen Spendern und den Überbringern der vielen Kuchen und Torten sehr herzlich“, so die ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin Ruth Weidmann in ihrer Dankesrede an die Pächterin der Minigolfanlage, Britta Steib-Kreft, die diesen besonderen Gedenktag vor vier Jahren ins Leben gerufen hatte. Zum Gedenken an ihre Mutter, die im Häfler Hospiz verstorben ist, und an deren Geburtstag, dem 8. Mai, hat Frau Steib-Kreft eine bewundernswerte Aktion aus der Taufe gehoben und mittlerweile zahlreiche Unterstützer und Spender gewonnen, so zum Beispiel das Hotel „Traube“ in Fischbach und die Farny-Brauerei sowie Mineralbrunnen Krumbach.

Die Versteigerung eines T-Shirts von „Biggest Looser“ – Teilnehmer Benjamin Manns sowie der Auftritt des Seehasenfanfarenzugs mit 35 Mann rundeten einen tollen Nachmittag ab.
„Die Privatinitiative von Frau Steib-Kreft ist in dieser Art einzigartig und verdient großen Dank und Anerkennung“, so Birgitta Radau, Koordinatorin der Hospizbewegung.

Spende von St. Jodokus, Immenstaad

Große Freude löste der Besuch von Pfarrer Matthias Schneider und Frau Brigitte Nosse (3. und 4. von links) im Hospiz aus. Die beiden Vertreter der katholischen Pfarrei aus Immenstaad brachten einen dicken Scheck mit. Von den Begegnungstagen 2016 und 2017, die in St. Jodokus jährlich am ersten Adventssonntag in der Gemeinde stattfinden, war der stattliche Überschuss von € 1.800 zu verschenken. Stellvertretend fürs Hospizteam nahmen Brigitte Tauscher-Bährle, Seelsorgerin, Marina Stiller, stellvertretende Leitung,(1. u. 2. v. links) und Claudia Haidl (ganz rechts), Pflegekraft im Hospiz und Gemeindemitglied in St. Jodokus, die großzügige Spende an. Hospize müssen in Deutschland zu einem Teil über Spenden mitfinanziert werden.

Fortbildungstag der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter/innen

Jeder weiß es: Kommunikation kann schnell misslingen! Und so war das Thema des jährlichen Fortbildungs- und Gemeinschaftstags Anfang Februar im Theresienheim Moos „Klar gesagt. Und fast verstanden.“ Mit Referent Dr. Klaus Antons aus Überlingen arbeiteten und übten 25 Frauen und Männer, die in ihrer Freizeit sterbenskranke Menschen begleiten. Am Ende des sowohl intensiven und anstrengenden als auch heiteren Tages waren neue Erkenntnisse gewonnen. Sie sollen im alltäglichen Umgang einenoch bessere „Trefferquote“ in Sachen Kommunikation bewirken. Ein Schwerpunkt lag auf der Herausforderung, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, die sich nicht mehr verbal äußern können.

Adventssingen im Hospiz

Eine besonders stimmungsvolle Stunde erlebten Gäste und Angehörige sowie die Mitarbeitenden des Hospizes, als ihnen mitten im Advent eine musikalische Sternstunde geschenkt wurde. Regine Weps, Sängerin im philharmonischen Chor Friedrichshafen, motivierte ihre Sangesfreundin Gülsüm Türker-Huber sowie die Pianistin Ruth Gerhard zu einer Darbietung im Aufenthaltsbereich des Hospizes. Sorgfältig geplant führten die Sängerinnen mit der Pianistin durchs Programm, oft zum Mitsingen des Publikums einladend. Auch die Geschichte hinter einem der bekanntesten Adventslieder, „Macht hoch die Tür“, sowie ein Weihnachtsgedicht von Joseph von Eichendorff durften nicht fehlen.
Die Zuhörer dankten mit herzlichem Applaus.

Adventskaffee für die Ehrenamtlichen

Beim diesjährigen Adventskaffee kam eine große Runde aus aktuell Tätigen wie auch bereits ausgeschiedenen Ehrenamtlichen zusammen. Der liebevoll dekortierte Raum summte nur so vor guter Laune. Koordinatorin Birgitta Radau und Seelsorgerin Brigitte Tauscher-Bährle bedankten sich bei den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit während des zu Ende gehenden Jahres. Derzeit sind elf Ehrenamtliche bereits seit über 10 Jahren im Dienst;
das war ein besonderer Grund zur Dankbarkeit. Frau Mechthild Müller-Bay verabschiedete sich nach vielen Ehrenamtsjahren, davon einige als Vorsitzende der Hospizbewegung, aus dem ehrenamtlichen Dienst in den wohlverdienten Ruhestand.Ein Rückblick in Bildern auf das Jahr 2017 rundete das Treffen ab.

Großer Andrang zu Kerner-Nachmittag

Wissen Sie mal ganz spontan, wer Justinus Kerner ist? Falls nein, ergeht es Ihnen so wie vermutlich vielen interessierten Besuchern des „Kerner-Nachmittags“, die dennoch am Sonntag, 22. Oktober 2017 ins Foyer des Franziskuszentrums strömten.

Eingeladen zu einer poetisch-musikalischen Reise, erlebten die knapp 100 Zuhörer in stimmungsvoller Atmosphäre einen heiteren Vortrag. Kurt Drechsel referierte ausführlich und kenntnisreich über Leben und Werk von Dr. Justinus Kerner. Kerner war ein Allround-Talent, er war Arzt, Mystiker, ein früher Psychologe und Dichter melancholischer romantischer Verse. Aber auch viele Wanderlieder sowie das „Württemberg-Lied“ stammen von ihm.

Der Vortrag wurde begleitet durch vertonte Gedichte, vorgetragen von Dr. Martin Kirscht und am Klavier begleitet durch Dr. Josef Nagel.

„Schmerz ist Grundton der Natur“ lautet eine zentrale Erkenntnis Kerners, der oft und gern in der Natur war und in ihr nach eben diesem Grundton forschte. Kerner war sein Leben lang befreundet mit bekannten Dichtern wie Ludwig Uhland und Gustav Schwab und gehörte mit ihnen zur „Schwäbischen Dichterschule“. In seinem „Kerner-Haus“ in Weinsberg – heute ein Museum – gaben sich zahlreiche Poeten die Klinke in die Hand. Sein Haus ist zu einem der berühmtesten Häuser Württembergs geworden; vierzig Jahre hat der Weinfreund darin gewohnt und mit seiner Frau „Rickele“ berühmte Gäste empfangen.

Ehefrau und Kinder umsorgten die Gäste und mussten nicht selten ihr Bett für sie freimachen und auf dem Dachboden nächtigen. Diese Gastfreundschaft, die insbesondere auch depressiven Gästen eingeräumt wurde, bildet den Bezug zur heutigen Hospizarbeit; auch im stationären Hospiz wird von den Patienten als „Gästen“ gesprochen.

Zehn Lieder umrahmten den Vortrag, von Martin Kirscht wunderbar interpretiert, davon vier zum Mitsingen. Am Ende dann die inoffizielle Hymne Württembergs „Der reichste Fürst“ – es schien den Zuhörern wohl am Bekanntesten.

Eine Weinverkostung schloss den Nachmittag ab. Die Weißweinrebe „Kerner“, benannt nach Justinus Kerner und eine großzügige Spende des Winzervereins Hagnau, bescherte den Gästen bei launigen Gesprächen einen heiteren Ausklang.

Infostand zum Welthospiztag: Ängste am Lebensende nehmen

Der Ambulante Hospizdienst Friedrichshafen informierte am Samstag 14. Oktober 2017 über seine Arbeit. Die Koordinatorin, Birgitta Radau, und weitere Mitarbeiterinnen waren am Rathausbrunnen auf dem Schlemmermarkt in Friedrichshafens Fußgängerzone, um die Fragen der Passanten zu beantworten. Diese Aktion war aus  Anlass des Welthospiztags, der jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober stattfindet.

„Sterben gehört zum Leben“,  so die Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Friedrichshafen,  Birgitta Radau. „Schwerstkranken und sterbenden Menschen diese letzte Zeit ihres Lebens so würdig wie möglich zu gestalten, dafür sind wir seit über 25 Jahren da. Und das wollen wir aus Anlass des Welthospiztages wieder einmal den Menschen in Friedrichshafen nahe bringen.“

Für die meisten Menschen ist der Gedanke an das eigene Sterben beängstigend; sie wollen sich erst damit beschäftigen, „wenn es so weit ist“. Andererseits kann es sehr hilfreich sein, sich über die bestehenden Angebote zu informieren. Jeder Mensch möchte am liebsten zu Hause sterben, aber das geht oft nicht ohne begleitende Unterstützung wie z.B. den ambulanten Hospizdienst. Das bestätigt Ruth Weidmann, seit 2014 Mitarbeiterin für Hospiz und Verein, deren Vater vor einigen Jahren in Ravensburg verstarb: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr mir die Unterstützung durch den ambulanten Hospizdienst in Ravensburg  geholfen hat. Ich bin heute noch sehr dankbar dafür.“

Birgitta Radau: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Hospiz- und Palliativgesetzgebung und die Neuregelung der Sterbehilfe ist es wichtig, dass die Menschen gut über unsere Angebote informiert werden. Denn mit unserer Arbeit können wir viele Ängste am Lebensende nehmen, etwa die Angst vor dem Alleinsein, die Angst vor Schmerzen und davor, anderen zur Last fallen. Wir vom Hospizdienst Friedrichshafen begegnen diesen Ängsten ganz praktisch, indem wir für die Betroffenen und ihre Angehörigen da sind und für die notwenige Hilfe sorgen.“

Literarisch-musikalische Reise zu Dr. Justinus Kerner

Herzliche Einladung

zur literarisch-musikalischen Reise zu
Dr. Justinus Kerner
dem schwäbischen Romantiker,
Arzt und Dichter am

Sonntag, 22. Oktober 2017,
16 Uhr im Franziskuszentrum, Foyer

Vortrag:  Kurt Drechsel
Gesang: Dr. Martin Kirscht
Begleitung am Klavier: Dr. Josef Nagel

Weinverkostung
2016er Hagnauer Burgstall Kerner, Qualitätswein, trocken
Winzerverein Hagnau

Eintritt frei, Spenden willkommen

„Schmerz ist Grundton der Natur“

Das war die Überzeugung des Arztes Justinus Kerner, „der auch Lieder sang“.

Er war aber auch humorvoll und zu allerlei Schabernack aufgelegt, beherrschte mit

Uhland den Volkston und schrieb frische Wanderlieder, auch das „Württemberg-Lied“ stammt von ihm

Der Nachmittag ist der schwäbischen Romantik und ihrem außergewöhnlichen, wichtigsten Dichter, dem Arzt und Lyriker Justinus Kerner, gewidmet. Er war ein Allround-Talent, war Arzt, Mystiker, ein früher Psychologe und Dichter melancholischer romantischer Verse.

Kurt Drechsel stellt die Motive der Gedichte vor und erzählt vom Leben dieses melancholischen Schwaben.

Wir werden von Friedrich Silcher, Friedrich Glück und Robert Schumann vertonte Gedichte Kerners hören.

Bei manchen kann und soll (bei Kerner-Wein) sogar mitgesungen werden.

Bildquelle: Wikipedia

Erste Etappe der Hospizwanderung kommt gut an

Mitarbeiter und Ehrenamtliche wandern von Ravensburg nach Wangen.

Herrlicher Sonnenschein hat die rund 15-köpfige Wandergruppe auf der ersten Etappe der Hospizwanderung von Ravensburg nach Wangen begleitet. Mit seiner Idee, auf gemeinsamen Wanderungen trägerübergreifend Hospiz-Mitarbeiter und Ehrenamtliche miteinander ins Gespräch zu bringen, ist Thomas Radau, Leiter des Hospiz Schussental der St. Elisabeth-Stiftung, bei seinen Kollegen richtig gut angekommen. Das schreibt die Stiftung in einer Pressemitteilung. Die nächste Etappe wird von Wangen nach Lindau führen…

Der ganze Zeitungsartikel zum Download (PDF)

Quellenangabe: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Wangen, 24.08.2017