Das Hospiz in Friedrichshafen-
Leben bis zuletzt

Wir begleiten sterbenskranke Menschen und deren Angehörige, wo immer sie leben – zu Hause, im Pflegeheim, im Krankenhaus und im eigenen, stationären Hospiz. Unsere Arbeit ist darauf ausgerichtet, körperliche und seelische Belastungen zu lindern und ein Leben bis zuletzt zu ermöglichen.

Großer Andrang zu Kerner-Nachmittag

Wissen Sie mal ganz spontan, wer Justinus Kerner ist? Falls nein, ergeht es Ihnen so wie vermutlich vielen interessierten Besuchern des „Kerner-Nachmittags“, die dennoch am Sonntag, 22. Oktober 2017 ins Foyer des Franziskuszentrums strömten.

Eingeladen zu einer poetisch-musikalischen Reise, erlebten die knapp 100 Zuhörer in stimmungsvoller Atmosphäre einen heiteren Vortrag. Kurt Drechsel referierte ausführlich und kenntnisreich über Leben und Werk von Dr. Justinus Kerner. Kerner war ein Allround-Talent, er war Arzt, Mystiker, ein früher Psychologe und Dichter melancholischer romantischer Verse. Aber auch viele Wanderlieder sowie das „Württemberg-Lied“ stammen von ihm.

Der Vortrag wurde begleitet durch vertonte Gedichte, vorgetragen von Dr. Martin Kirscht und am Klavier begleitet durch Dr. Josef Nagel.

„Schmerz ist Grundton der Natur“ lautet eine zentrale Erkenntnis Kerners, der oft und gern in der Natur war und in ihr nach eben diesem Grundton forschte. Kerner war sein Leben lang befreundet mit bekannten Dichtern wie Ludwig Uhland und Gustav Schwab und gehörte mit ihnen zur „Schwäbischen Dichterschule“. In seinem „Kerner-Haus“ in Weinsberg – heute ein Museum – gaben sich zahlreiche Poeten die Klinke in die Hand. Sein Haus ist zu einem der berühmtesten Häuser Württembergs geworden; vierzig Jahre hat der Weinfreund darin gewohnt und mit seiner Frau „Rickele“ berühmte Gäste empfangen.

Ehefrau und Kinder umsorgten die Gäste und mussten nicht selten ihr Bett für sie freimachen und auf dem Dachboden nächtigen. Diese Gastfreundschaft, die insbesondere auch depressiven Gästen eingeräumt wurde, bildet den Bezug zur heutigen Hospizarbeit; auch im stationären Hospiz wird von den Patienten als „Gästen“ gesprochen.

Zehn Lieder umrahmten den Vortrag, von Martin Kirscht wunderbar interpretiert, davon vier zum Mitsingen. Am Ende dann die inoffizielle Hymne Württembergs „Der reichste Fürst“ – es schien den Zuhörern wohl am Bekanntesten.

Eine Weinverkostung schloss den Nachmittag ab. Die Weißweinrebe „Kerner“, benannt nach Justinus Kerner und eine großzügige Spende des Winzervereins Hagnau, bescherte den Gästen bei launigen Gesprächen einen heiteren Ausklang.

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Hospizbewegung St. Josef Friedrichshafen e.V.

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